Entscheidungs-Fahrplan für Musiktheater steht | vor 3005 Tagen, 3 Stunden, 24 Minuten
Die "Musiktheater-Kommission" - bestehend aus Politikern von ÖVP, SPÖ und Grünen sowie Experten - traf erwartungsgemäß am Mittwoch noch keine Entscheidung über den künftigen Theaterstandort. Man legte aber den Entscheidung-Fahrplan fest. Jetzt werden die Parteien intern beraten, welchem der drei Standorte sie den Vorzug geben. Bereits am 17. März wird sich die Kommission zu einer neuerlichen Beratungsrunde treffen, bis 31. März soll klar sein, wo in Linz das neue Musiktheater errichtet wird. Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) nannte nach der Sitzung der Kommission nochmals die drei jetzt zur Diskussion stehenden Standortvarianten: das Jahrmarktgelände in Urfahr, den Bereich der "Kulturmeile" zwischen Lentos und Brucknerhaus sowie das Areal des bestehenden Landestheaters. Für alle drei Standorte sehen die Experten in etwa dieselben Errichtungskosten von rund 110 Mio. Euro, gab Pühringer bekannt. Er wolle aber bewusst jetzt noch keine Standort-Präferenz nennen, um den Entscheidungsspielraum nicht von vornherein einzuengen. SPÖ: Kein Theater im Berg mehr Landeshauptmann-Stellvertreter Erich Haider von der SPÖ legte neuerlich "ein Bekenntnis zum Neubau eines Theaters des 21. Jahrhunderts" ab. Welcher Standort das sei, werde jetzt auf Grund der Unterlagen der Experten beraten, ein "Theater im Berg" komme für die SPÖ aber jedenfalls nicht mehr in Frage. Der Linzer Bürgermeister Franz Dobusch (SPÖ) zeigte sich "erfreut", dass sich die Diskussion jetzt auf drei Standorte konzentriere. Grundsätzlich sei er über alle drei Standorte gesprächsbereit, gewisse Schwierigkeiten sehe er aber bei der Variante "Jahrmarktgelände" in Urfahr, so Dobusch, weil es dagegen Widerstände einerseits von der Wirtschaft, andererseits aber auch aus der Bevölkerung gebe. Landesrat Rudi Anschober von den Grünen sprach von "mehreren interessanten Varianten", er wolle sich aber jetzt noch auf keinen Standort festlegen. "Ich sehe jedenfalls gute Chancen, dass es bald zu einer Entscheidung kommt", sagte Anschober. Das Projekt "Theater im Berg" sei kein Thema mehr, denn die Mehrheitsentscheidung dagegen bei der Volksbefragung im November 2000 sei zu akzeptieren. Die FPÖ ist in der Kommission nicht vertreten, da sie darin ein Instrumentarium zur Suche eines Standorts für einen Theaterneubau sieht, der aber für sie auf Grund des Ergebnisses der Volksbefragung nicht in Betracht kommt. In einer Aussendung unterstrich FP-Klubobmann Günther Steinkellner, er hoffe, "dass Demokratie und Vernunft siegen werden, damit wir endlich mit dem Um- uns Ausbau am traditionellen Standort beginnen können". ORF
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"Liebeskreuzen" droht das Aus | vor 3005 Tagen, 3 Stunden, 28 Minuten
Den "Liebeskreuzen", die immer öfter aus religiösen Gründen in Gärten aufgestellt werden, droht jetzt das rechtliche Aus. In Leonding (Bezirk Linz-Land) muss ein solches Kreuz entfernt werden, weil es ohne Bewilligung errichtet wurde und es dafür auch keine Bewilligung geben könnte. Der neue Brauch, den es inzwischen in ganz Österreich gibt, geht auf angebliche Privatoffenbarungen von zwei Französinnen zurück. Sie behaupten, von Jesus den Auftrag erhalten zu haben, auf der Welt Tausende "Kreuze der Liebe" aufzustellen. Wobei diese Kreuze genau 7,38 Meter hoch sein müssen - ein Hundertstel von 738 Metern, der Meereshöhe von Golgotha, wo Jesus gekreuzigt wurde. Das Liebeskreuz muss weiß und blau und in der Nacht beleuchtet sein. Nur wenn diese Maß- und Gestaltungsvorschriften genau eingehalten werden, wirke das Kreuz als Damm gegen das Böse und schütze vor Katastrophen, Krieg und Krankheit. Auch in Oberösterreich stehen bereits diverse "Liebeskreuze". Eines wurde im Mühlviertel nach dem Katastrophen-Hochwasser vom August 2002 als Schutz vor einer neuen Flut aufgestellt, "es gab für uns nur zwei Möglichkeiten: wegziehen oder das glorreiche Kreuz", sagt die Frau, die das beleuchtete Symbol in ihrem Garten errichten ließ. Ein "Liebeskreuz" in Leonding bei Linz wird jetzt aber zum rechtlichen Präzedenzfall. Denn das Kreuz ist - so wie die meisten anderen - ohne baubehördliche Bewilligung aufgestellt worden. "Ich glaube nicht, dass ich so eine Bewilligung brauche", meint der Hausbesitzer. Und das Hochwasseropfer aus dem Mühlviertel sieht es genau so: "Ich habe mich erkundigt, das Kreuz muss nicht bewilligt werden". Anders beurteilte der Bürgermeister von Leonding, Herbert Sperl, die juristische Sachlage: "Das Kreuz ist ein Bauwerk im Sinne der oberösterreichischen Bauordnung, es hätte daher um eine Bewilligung angesucht werden müssen. Diese Bewilligung kann aber für ein solches Bauwerk mitten im Wohngebiet gar nicht erteilt werden". Der Bürgermeister ornete daher als Baubehörde erster Instanz die Entfernung des Kreuzes an. Dagegen widerrief der Hausbesitzer, jetzt muss der Gemeinderat entscheiden. "Ich will dem Gemeinderat nicht vorgreifen, aber gemäß der Bauordnung kann meiner Ansicht nach nur die Entfernung des Kreuzes verfügt werden", so Sperl. Während der Leondinger Kreuz-Besitzer keinen weiteren Kommentar zu dem Rechtsstreit abgibt, zeigt sich die Mühlviertlerin betroffen: "Unser Kreuz ist ein Schutz für die ganze Gegend und dass man ein solches Kreuz entfernen lässt, das sollte man sich sehr gut überlegen." Als nächstes würde man dann vielleicht auch die Kreuze auf den Gipfeln der Berge verbieten. ORF
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OÖ Landesausstellung 2008 | vor 3005 Tagen, 3 Stunden, 34 Minuten
Bei Sondierungsgesprächen mit Vertretern aus dem Salzkammergut wurde bereits erstmals am 12. August 2003 ein wissenschaftliches Grobkonzept der geplanten Landesausstellung 2008 von Prof. Dr. Roman Sandgruber präsentiert. Bei diesem Gespräch wurden die Gemeinden eingeladen, aus ihrem eigenen Bereich vorhandene kulturelle Strukturen vorzubereiten und solche Angebote in das Landesausstellungskonzept einzubringen. Heute wurde die Mitbeteiligung der Gemeinden für die genannte Landesausstellung eingebracht. Dabei wurden das Papiermachermuseum Laakirchen und die Erinnerung an Thomas Bernhard in seinem Haus in Ohlsdorf einverleibt. Als letzter Ausstellungsschwerpunkt werden nun noch mehr die touristischen Angebote mit Radfahren und Wandern forciert. Damit kann die neue Ausstellung 2008 im Frühjahr 2005 als inhaltliches Konzept abgeschlossen werden.
Redaktion